Aldenhoven Testing Center ist eröffnet

14.04.2014

Nach einer intensiven Vorbereitungsphase wurde jetzt das ATC - das Aldenhoven Testing Center of RWTH Aachen University GmbH - feierlich eröffnet. Auf dem ehemaligen Zechengelände Emil Mayrisch werden nun Forschung und Entwicklung im Bereich Automobil betrieben.

  Eröffnung ATC Peter Winandy Das Aldenhoven Testing Center wurde mit Landesminister Duin offiziell eröffnet.

Neben der bereits seit 2009 genutzten Fahrdynamikfläche stehen jetzt auch ein Ovalkurs, eine Bremsenstrecke, unterschiedliche Schlechtwegelemente, ein Handlingkurs und ein Steigungshügel zur Verfügung. „Das Testzentrum steht besonders interessierten kleinen und mittelständischen Unternehmen offen, die Forschungen zur Mobilität durchführen wollen und ein Prüfgelände benötigen“, so Dipl.-Ing. Maciej Foltanski, Sprecher der Geschäftsführung des ATC. Garrelt Duin, Minister für Wirtschaft, Energie, Industrie, Mittelstand und Handwerk des Landes Nordrhein-Westfalen, Wolfgang Spelthahn, Landrat des Kreises Düren, und RWTH-Rektor Ernst Schmachtenberg übergaben das Testzentrum im Kreis geladener Gäste seiner Bestimmung.

„Mit diesem Projekt baut die Region Aachen ihre Position als Technologiestandort weiter aus. Dies ist ein weiteres starkes Zeichen für die Bewältigung des Strukturwandels in Nordrhein-Westfalen und in der Innovationsregion Rheinisches Revier. Das ATC wird dazu beitragen, Lösungen für moderne Mobilität zu finden, etwa bei Fragen der Fahrzeugsicherheit oder Energieeffizienz", erläuterte Minister Duin. Zusätzlich zu den klassischen Infrastrukturelementen eines konventionellen Automobilprüfgeländes wird die Attraktivität des Testzentrums durch die Angliederung des weltweit einzigen „automotiveGATE“ gesteigert, welches die Simulation der Galileo-Satellitensignale beinhaltet. Damit können Anwendungen, Systeme und Komponenten erprobt werden, bevor eine hinreichende Zahl von Galileo-Satelliten im Orbit kreisen.

Das ATC ermöglicht somit die Forschung an Fahrzeugen und deren Subsystemen in ihrer Gesamtheit und trägt daher zur Verbesserung der Sicherheit, der Energieeffizienz und des Fahrerlebnisses bei. Verschiedene Fahrsituationen wie beispielsweise eine Kolonnenfahrt, die Wirkung von Assistenzsystemen wie Abstandsregelung, Kurvenerkennung und -warnung oder auch die Untersuchung von Kollisions- und Kreuzungssituationen lassen sich hier sicher, reproduzierbar und ohne Behinderung des realen Straßenverkehrs untersuchen. Weiterhin werden auch Themenstellungen rund um den Verbrennungsmotor erforscht. Dazu zählen im Einzelnen die Verminderung des Schadstoffausstoßes, der Lärmemissionen und des Kraftstoffverbrauchs. Aktuelle Forschungsvorhaben befassen sich zusätzlich mit hybriden Antriebskonzepten und Brennstoffzellensystemen.