Leitfaden zu Planung, Bau- und Betrieb von Kliniken unter der Anwendung von Building Information Modeling

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Das Gesundheitswesen ist eine der Kernbranchen der deutschen Wirtschaft mit einem Anteil von 12% am Bruttoinlandsprodukt gemäß einer Studie des BMWi aus 2018. Der Krankenhausbau, als eine hochkomplexe Aufgabe hinsichtlich Interdisziplinarität, Nutzerinteressen, Architektur und Technik, nimmt jedes Jahr einen großen Anteil der Gesamtbauinvestitionen der öffentlichen und privaten Hand ein. Ein wesentlicher Indikator für die hohen Investitionskosten ist die stetige Transformation der Medizin, insbesondere aber der kontinuierliche Fortschritt im Zuge der Digitalisierung. Innovationszyklen der Technik, hier vor allem der Medizintechnik, werden immer kürzer und funktionale, hygienische und betriebsorganisatorische Anforderungen rücken stärker in den Mittelpunkt. Unstrukturierte Planungsprozesse, fehlende Kosten- und Termininformationen, mangelnde Kommunikation und fehlende Transparenz zwischen den Projektbeteiligten sollen in Zukunft durch den Einsatz der digitalen Arbeitsmethode Building Information Modeling (BIM) über den gesamten Lebenszyklus vermieden werden. Auch das Ziel vieler Krankenhausmanager, wesentliche Kostensenkungsmaßnahmen im Bereich der baulichen Instandhaltung im Betrieb durchzuführen, soll durch die Implementierung der BIM-Methode erreicht werden

Das Forschungsvorhaben KlinikBIM liefert einen allgemeingültigen Leitfaden, in dem eine holistische BIM-Strategie für alle Bauherren und Betreiber von zukünftigen Krankenhausprojekten manifestiert wird. Die entwickelte BIM-Strategie setzt auf einer konkreten Analyse der strategischen Ziele der verschiedenen im Projekt beteiligten Krankenhausträger als Auftraggeberschaften auf, die in spezifische BIM-Ziele übersetzt und durch die Zuordnung von validierten BIM-Anwendungsfällen aus der Test- und Pilotphase untersetzt werden.

Damit werden wichtige Grundlagen zur Implementierung von BIM im Gesundheitsbau wissenschaftlich validiert und hervorgebracht. Ein direkter kommerzieller Nutzen ist somit nicht vorhanden.

  Unterstützer und Förderer

Weitere Informationen

Projektpartner:
- Klinikum Region Hannover
- Medizinische Hochschule Hannover
- Universitätsmedizin Göttingen
- Vinzenzkrankenhaus Hannover
- Heinle, Wischer und Partner, Freie Architekten | Berlin
- Planungsgruppe VA Gmbh | Hannover
- albert.ing

Fördergeber:
- Zukunft Bau

Projektzeitraum:
- 01.09.2021, Laufzeit 24 Monate

Ansprechperson:
Sabine Hartmann