Die Einführung der digitalen Kommune am Schwerpunktbeispiel digitale Baugenehmigung

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Im Rahmen des durch das Land Niedersachsen finanzierten Forschungsprojektes digiKOM werden auf Landesebene die Möglichkeiten einer verstärkten Digitalisierung von Verwaltungsakten und Vorgängen im Zusammenhang mit der Prüfung und Erteilung von Baugenehmigungen untersucht. Ziel des Forschungsvorhabens ist es, gemeinsam mit den unteren Bauaufsichtsbehörden bedarfsgerechte technische, strukturelle und anwenderbezogene Rahmenbedingungen für die verstärkte Nutzung digitaler Anwendungen zu schaffen. Dabei steht die Unterstützung in der Sachbearbeitung, aber auch das Zusammenwirken mit weiteren Prozessbeteiligten (z. B. mit den Entwurfsverfassern oder Trägern öffentlicher Belange) im Mittelpunkt. Im Fokus steht der sukzessive Lückenschluss zwischen der konventionellen und papierbasierten Bearbeitung hin zu digital gestützter, modellbasierter Bearbeitung und Prüfung.

Der methodische Ansatz des Building Information Modeling (BIM) kommt hier zum Tragen und korrespondiert mit den Ansätzen und Umsetzungsbestrebungen des IT-Planungsrates (XBau, XPlanung) sowie der Umsetzung des Onlinezugangsgesetzes. Dabei sollen Informationen zum Bauwerk und der Raumordnung und -planung transparent und effizient betrachtet, verändert und koordiniert werden, um langfristig möglichst papierlos und modell- bzw. objektbasiert zusammenzuarbeiten und zu kommunizieren -sowohl innerhalb der Bauaufsichten als auch mit allen weiteren Prozessbeteiligten. Diese Art der Zusammenarbeit ist auch im Gesamtkontext des gesamten Lebenszyklus von Bauwerken zu betrachten, in welchen die Nutzung von digitalen Modellen und Datenbanken zum Tragen kommt. Hier ist abschließend auch die Rolle von Kommunen und Landkreisen als Auftraggeber sowie Objektbetreiber zu berücksichtigen.

Federführend wird das Projekt an der Leibniz Universität Hannover bearbeitet.