BIM-LoVe

 

Die Digitalisierung verändert die Zusammenarbeit in Bauprojekten grundsätzlich. Durch erhöhte Anforderungen an die Kommunikation mit den Projektbeteiligten und der Öffentlichkeit, sowie durch die Steigerung der Komplexität in den Projekten rücken Bauwerksvisualisierungen zunehmend in den Fokus. In immer mehr Projekten werden, insbesondere auftraggeberseitig, Visualisierungen für Nutzerabstimmungen und für die partizipative Öffentlichkeitsarbeit gewünscht. Gleichzeitig ergeben sich mit der zunehmenden Digitalisierung auch für Bauwerksvisualisierungen technische Möglichkeiten, die bislang nicht oder nicht kostengerecht möglich waren.

In konventionellen Projekten werden aufwendige Visualisierungen aus bestimmten Perspektiven fotorealistisch erstellt, indem auf Grundlage der vorhandenen 2D-Grundrisse und -Schnitte dreidimensionale Ansichten händisch konstruiert und angereichert werden. Durch die BIM-Methode ergeben sich nun für Visualisierungen ganz neue Möglichkeiten. Die objektbasierten, dreidimensionalen BIM-Modelle enthalten verschiedene semantische Informationen, wie zum Beispiel die Materialeigenschaften. Anhand dessen können Visualisierungen nun effizienter und für verschiedene Ausgabemedien erstellt werden. Allerdings bestehen für die nötigen Prozessschritte, Schnittstellen, Ausprägungen und Qualitäten der Visualisierungen bisher weder Definitionen noch Standards. Für ausschreibende Stellen ist es derzeit also oft schwierig die geeignete Qualität der Visualisierungen zu wählen, sie präzise zu formulieren sowie den Aufwand sachgerecht abzuschätzen.

In diesem Forschungsvorhaben soll ein standardisierter Level of Visualization (LoV) unter Berücksichtigung bereits vorhandener LOIN/LOD-Definitionen entwickelt werden. Darüber hinaus werden Empfehlungen für geeignete Qualitäten der Visualisierung für verschiedene Anwendungen ausgesprochen. Die Ergebnisse werden in einem praxisorientierten, leicht verständlichen Leitfaden veröffentlicht. Dieser Leitfaden, mitsamt dem entwickelten LoV, soll als Handreichung für Bauherren und Auftragnehmer fungieren und fortan im Rahmen von Ausschreibung und Vergabe von Visualisierungsleistungen sowie der Leistungsbeschreibung und -kalkulation als Grundlage herangezogen werden können.

Fakten zum Projekt:

Fördermittelgeber: Zukunft Bau

Projektlaufzeit: 24 Monate

Konsortium:

  • ICoM - Lehrstuhl und Institut für Baumanagement, Digitales Bauen und Robotik im Bauwesen, RWTH Aachen University
  • Kaulquappe AG
  • Verband für Wohnungs- und Immobilienwirtschaft in Niedersachsen und Bremen e.V.
  • W+P workspace consulting GmbH
  • WE are XR GmbH i.G.
  • Hochbauamt, Landeshauptstadt Stuttgart
  • N2M Architektur & Stadtplanung GmbH BDA
  • kreatiVRaum GmbH
  • albert.ing GmbH
  • Niedersächsische Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr
  • Gesellschaft für Wohnen und Bauen mbH

More information about the project is available at:
https://www.zukunftbau.de/projekte/forschungsfoerderung/1008187-2142